iOS Fotos App Speicherplatz Bug – Unsichtbare Fotos löschen – die Anleitung

In Vorbereitung auf den anstehenden USA Roadtrip in Florida wollte ich alle Fotos vom iPhone löschen.

Also habe ich die Fotos auf den PC kopiert und über den Windows Explorer im iPhone gelöscht. Seit iOS 8.1 gibt es ein Zuletzt Gelöscht Album in der Foto-App. Auch diesen „Papierkorb“, der alle gelöschten Fotos noch mal 30 Tage aufbewahrt bevor sie entgültig gelöscht werden, habe ich geleert.

Doch unter Einstellungen>Allgemein>Benutzung>Speicher verwalten wurden weiterhin 1,3GB für die Fotomediathek angezeigt, plus 855MB Fotostream den ich absichtlich nicht löschen wollte. Auch iTunes zeigte den belegten Speicher genau so an.

ios photo storage bug

Doch was belegt nun diesen Platz?

Es stellte sich heraus es sind unsichtbare Fotos in dem Zuletzt Gelöscht Album, die bereits gelöscht sein sollten. So löscht man die unsichtbaren Fotos im Album Zuletzt Gelöscht endgültig. Und bekommt viel freien Speicherplatz.

  1. Einstellungen>Allgemein>Datum & Uhrzeit öffnen
  2. Automatisch einstellen deaktivieren
  3. Das Datum um ca. 2-3 Jahre manuell zurückstellen
  4. Oben links zurück auf <Allgemein
  5. Die Fotos App öffnen und das Album Zuletzt Gelöscht öffnen (auch wenn es 0 Fotos anzeigt)
  6. Bäm, Hunderte (teil frisch gelöschte) Fotos mit einer Zeitangaben von mehreren Hundert/Tausend Tagen. Jetzt „Alle löschen“
  7. Zurück unter Einstellungen>Allgemein>Datum & Uhrzeit Automatisch einstellen wieder aktivieren

Es sind also iPhones sowie iPads betroffen. Beide Geräte laufen unter iOS 8.2.

ios photo storage bug iPad

Danke an dilbert41 der mich auf discussions.apple.com schnell zur Lösung Why does my iOS device say I have more photos than I can find? führte.

Windows Server 2008 R2 eigene Zertifikatsvorlage – Webregistrierung und Gültigkeit

Da Oracle bei der Java Runtime seit einigen Versionen versucht die Sicherheit massiv zu verbessern werden nun Java Webanwendungen, welche nicht mit einem vertrauten Zertifikat signiert worden sind, nicht mehr ausgeführt. Da im Unternehmen dennoch solche Anwendungen, von vertrauenswürdigen (lokalen) Speicherorten gestartet werden sollen, ermöglichen Java mit dem Deploment Ruleset Regeln zu definieren. Diese XML-Datei muss in ein JAR gepackt werden und anschließend signiert werden.

Dazu haben wir unser CA Zertifikat auf allen Clients in den CA Trust Store der JRE Installation importiert. Somit vertraut Java dem Deploment Ruleset, welches wir mit einem (kostenlosen) Zertifikat unserer internen CA signiert haben.

Da die Vorhanden Zertifikatsvorlage für „Codesigning“ (muss manuell aktiviert werden) nur 1 Jahr Gültigkeit besitzt, wollten wir dies gerne auf 5 Jahre verlängern. Um Einstellungen zu verändern, muss die Vorlage dupliziert werden.

Nachfolgend zwei Probleme auf die ich mit eigenen Zertifikatsvorlagen (certificate templates) gestoßen bin.

Vorlage erscheint nicht in Webregistrierung /cersrv

Nach der Duplizierung der originalen Zertifikatsvorlage auf einem Windows Server 2008 R2 wird die niedrigste unterstützte CA abgefragt (Windows 2003 Enterprise oder Windows 2008 Enterprise). Nur 2003er Vorlagen werden in der Webregistrierung (/cersrv) gelistet. Mit der Auswahl 2008 ist es nur noch möglich ein Zertifikat mit dieser Vorlage über die MMC „Zertifikate“ auszustellen.

Maximale Gültigkeit von mehr als 2 Jahren

EditierenObwohl in der Zertifikatsvorlage für die Gültigkeitsdauer eine beliebige Anzahl an Jahren eingetragen werden kann, sind Zertifikate, die mit dieser Vorlage ausgestellt werden, trotzdem erst mal nur maximal 2 Jahre lang gültig.

Mit dem folgendem Komandozeilen Befehl kann diese Begrenzung glücklicherweise, auf z.B. 5 Jahre, angepasst werden. Zertifikate werden jedoch weiterhin maximal so lange gültig sein wie das CA Zertifikat.

certutil -setreg ca\ValidityPeriodUnits "5"

Quelle für „Vorlage erscheint nicht in Webregistrierung“
Quelle für „Maximale Gültigkeit von mehr als 2 Jahren“

Netzwerk Geschwindigkeit testen

Von Zeit zu Zeit besteht die Anforderung eine Netzwerkverbindung auf ihre Bandbreite zu testen. Einfach gesagt heist dass, „Wie schnell werden Daten übertragen?“. In meinem konkreten Fall eine WLAN-Verbindung. Wie so oft führen dabei viele Wege nach Rom.

Test Datei erzeugen

Eine Möglichkeit ist das Kopieren einer großen Datei oder auch mehrer kleinen Dateien, zusammen mit der manuellen Messung der Übertragungsdauer. Eine Testdatei in belibiger größe ist schnell erstellt und muss nicht erst müsam auf dem System gesucht werden.

#Windows
fsutil file createnew temptest.dummy 1073741824
#Linux
dd if=/dev/zero of=test.dummy bs=1073741824 count=1

Die Dateigröße wird in Byte angegeben.
1073741824/1024(=KB)/1024(=MB)/1024(=GB) = 1 GB

Daten über Netzwerk übertragen

Um z.b. die Netzwerkgeschwindigkeit über einen längeren Zeitraum zu testen, empfehle ich (in diesem Fall unter Linux) das Tool netCat. Bei einer Ubuntu Installation ist dies bereits vorinstalliert. Es wird dazu auf zwei Rechnern gestartet und senden nun fortlaufend Daten von A nach B.

#RechnerA (Sender)
dd if=/dev/urandom bs=100M count=50 | nc RechnerB 1234

#RechnerB (Empfänger)
nc -l -L 1234

Rechner A sendet nun 50 mal 100 Megabyte an Port 1234 von RechnerB.

Viel Anleitungen im Internet geben zum Parameter „-l“ noch den Parameter -„p“ an. Dies ist laut Manpage, der Ubuntu Version, nicht zulässig. Unter Windows ist er jedoch notwendig.

Die aktuelle Netzwerkauslatung des Interface lässt sich nun mit einem von vielen Tool überwachen und auslesen. Eine gute Übersicht bietet ubuntugeek.com.

Wie testet Ihr? Verbesserungsvorschläge? Scheibt einen Kommentar …

Linux: Default Editor unter Ubuntu setzten – z.B. für Crontab

Wenn ein Programm unter Ubunut eine Datei zur Bearbeitung öffnet, nutzt es dazu ein Hilfsprogramm names /usr/bin/sensible-editor. Der Befehl crontab -e tut dies beispielsweise.

sensible-editor versucht mit Hilfe von einigen einfachen Regeln einen passenden Editor zu starten. Einfach gesagt nutzt es einen der folgenden nano, nano-tiny oder vi. Dabei ist nano wesentlich einfacher zu bedienen als vi. Das Hilfsprogramm geht davon aus, will man vi nutzen, ist man auch in der Lage diese Einstellung zu ändern.

Das Ändern des default Editors unter Linux ist über einen der folgenden drei Wege möglich.

In der Datei ~/.bashrc folgende Zeile hinzufügen

export EDITOR=vi

Als Administrator eines Systems, den default Editor für das gesamte System vorgegeben.

sudo update-alternatives --config editor

Oder ab Ubuntu Intrepid, über das Programm /usr/bin/select-editor welches die Auswahl unter ~/.selected_editor ablegt. Diese Datei wird von dem oben genannten Hilfsprogramm ausgewertet.

Quelle: ubuntugeek.com

Linux: grep Ausgabe ohne Kommentarzeilen

Oft benötigt man schnell einen Überblick welche Einstellungen in einer Konfigurationsdatei unter Linux angegeben und aktiviert sind. Überlicher weise sind diese Dateien sehr ausführlich mit Kommentaren dokumentiert.

Um die Datei ohne Kommentare auszugeben eignet sich grep hervorragend:

grep -v ^# foo.bar

Der Paramter -v zeigt alle nicht passenden Zeilen an.
Das ^ bezeichnet den Anfang einer Zeile.

Somit wird die Datei ohne Zeilen welche ein #-Zeichen am Anfang besitzen ausgegeben.