Linux: Default Editor unter Ubuntu setzten – z.B. für Crontab

Wenn ein Programm unter Ubunut eine Datei zur Bearbeitung öffnet, nutzt es dazu ein Hilfsprogramm names /usr/bin/sensible-editor. Der Befehl crontab -e tut dies beispielsweise.

sensible-editor versucht mit Hilfe von einigen einfachen Regeln einen passenden Editor zu starten. Einfach gesagt nutzt es einen der folgenden nano, nano-tiny oder vi. Dabei ist nano wesentlich einfacher zu bedienen als vi. Das Hilfsprogramm geht davon aus, will man vi nutzen, ist man auch in der Lage diese Einstellung zu ändern.

Das Ändern des default Editors unter Linux ist über einen der folgenden drei Wege möglich.

In der Datei ~/.bashrc folgende Zeile hinzufügen

export EDITOR=vi

Als Administrator eines Systems, den default Editor für das gesamte System vorgegeben.

sudo update-alternatives --config editor

Oder ab Ubuntu Intrepid, über das Programm /usr/bin/select-editor welches die Auswahl unter ~/.selected_editor ablegt. Diese Datei wird von dem oben genannten Hilfsprogramm ausgewertet.

Quelle: ubuntugeek.com

Linux: grep Ausgabe ohne Kommentarzeilen

Oft benötigt man schnell einen Überblick welche Einstellungen in einer Konfigurationsdatei unter Linux angegeben und aktiviert sind. Überlicher weise sind diese Dateien sehr ausführlich mit Kommentaren dokumentiert.

Um die Datei ohne Kommentare auszugeben eignet sich grep hervorragend:

grep -v ^# foo.bar

Der Paramter -v zeigt alle nicht passenden Zeilen an.
Das ^ bezeichnet den Anfang einer Zeile.

Somit wird die Datei ohne Zeilen welche ein #-Zeichen am Anfang besitzen ausgegeben.

Netbook mit Ubuntu 11.10 und SSD

Logo Ubuntu

Asus Eee PC 1000h mit Windows XP. Dieses schnuckelige Netbook darf ich mein eigen nennen. Leider ist die Performance auch nach einer frischen Installation des Windows XP kaum noch zu gebrauchen. Ausgestattet mit einem Intel Atom N270 (1.6 GHz Dualcore), 1 GB RAM und einer 160GB HDD (5200 rpm) eigentlich gar nicht schlecht ausgestattet. Jedoch ist selbst einfaches surfen im Web mittlerweile zu einer Tortur geworden. Meiner Meinung nach liegt dass an der Keks langsamen Festplatte.

Daher habe ich mir nachträglich selbst zu Weihnachten ein kleines Geschenk gemacht. Eine SSD (Solid-State-Drive). Genau genommen ist es die ADATA S599 64 GB, welche auf ssd-test.de den #1 Platz des Low-Budget Ranking belegt[1].

Nun gibt es beim Umstieg auf SSD’s einiges zu beachten. Worauf man dabei im Detail beachten sollte, möchte ich im folgenden eingehen.

Patition Ausrichten („Alignment“)

Wichtig damit Dateisystem-Blöcke mit SSD-Pages übereinstimmen. Ansonsten kommt es vor das ein 4KB großer Dateisystem-Block über zwei SSD-Pages geschieben wird. Diese Anpassung birgt den größsten Geschwindigkeitszuwachs.

Weiterlesen: http://wiki.ubuntuusers.de/SSD/Alignment

TRIM Funktion sicherstellen

Der ATA-Befehl TRIM teilt der SSD mit dass gelöschte oder ungenutzte Blöcke nicht mehr genutzt werden. Normalerweise wird nur im Dateisystem vermerkt dass der Platz auf dem Speichermedium frei geworden ist. So wird auf einer üblichen Festplatte die Stelle dann einfach mit neuen Informationen überschrieben. Wobei auf einer SSD die Daten vor dem schreiben der Stelle erst gelöscht werden müssen bevor geschrieben werden kann.

Diese Anpassung beschleunigt die Schreibzugriffe auf das Laufwerk und verringert zudem die Abnutzungseffekte. Trim wird von Linux ab Kernelversion 2.6.33, Windows 7 und Mac OS X seit Version 10.6.8 unterstützt.

Weiterlesen: http://wiki.ubuntuusers.de/SSD/TRIM

Scheduler ändern

Ein Scheduler verwaltet die Schreib-/Lesevorgänge auf ein Datenträger. Es gibt unter Linux “CFQ”, “NOOP” und “Deadline”. “CFQ” ist meist nach der Installation aktiv und ist auf herkömmliche HDD’s angepasst. Ich habe mich für “Deadline” entschieden.

Weiterlesen: http://wiki.ubuntuusers.de/SSD/Scheduler

Auslagerung von Daten

Eine weitere Möglichkeit die SSD möglichst wenig mit Schreibvorgängen zu belasten ist z.B. temporäre Daten in den RAM zu verlegen. Somit werden sie nicht auf die SSD geschrieben, sind aber beim nächsten Start nicht mehr vorhanden. Dazu könnte man /tmp in eine RAM-Disk mounten.

Der Browser ist oft eines der meist genutzten Programme. Hier kann es sich lohnen den Cache aus dem Benutzerverzeichnis nach /tmp zu verlegen.

Weiterlesen: http://wiki.ubuntuusers.de/SSD/Auslagerung

Fazit

Mit den oben genannten Anpassungen startet mein Ubunut (abzüglich BIOS) mit automatischer Anmledung in 18 Sekunden zum Desktop. Der Bootscreen hat nicht mal Zeit die Ladeanimation darzustellen :)

  1. Stand 01/2012 []